Problemlösekompetenz

Problemlösekompetenz bedeutet in PISA Folgendes:

  • Individuelle Kapazität, komplexe Problemstellungen aus der Realität zu verstehen und zu lösen, deren Lösungsweg nicht auf den ersten Blick offensichtlich ist.
  • Ausgehend von gegebenen Informationen und Werkzeugen trotz Hindernissen Wege zur Lösung finden
  • Die Motivation, sich mit solchen Situationen auseinanderzusetzen und mit den eigenen Möglichkeiten zu lösen.

 

Die Aufgaben werden am Computer vorgegeben und bearbeitet. Die Problemstellungen lassen sich in zwei Arten unterscheiden:

  • Statische Probleme: Alle für die Lösung relevanten Informationen sind bereits zu Aufgabenbeginn bekannt bzw. ableitbar.
  • Interaktive Probleme: Erst während des Interagierens mit der Aufgabe können weitere für die Lösung relevante Informationen entdeckt werden.

 

Die Problemstellungen werden thematisch auf zwei Dimensionen angeordnet:

  • Technologie - vs. kein Technologie-Bezug: Werkzeug zur Problemlösung oder Problemobjekt selbst ist ein technisches Gerät vs. das ist nicht der Fall.
  • Persönlicher vs. sozialer Bezug: Bezieht die Problemstellung nur direkt die eigene Person, Familie oder Freunde/Bekannte mit ein vs. sie betrifft eine ganze Gemeinschaft oder Gesellschaft.

 

Zur Lösung einer Aufgabe sind folgende kognitive Prozesse nötig:

  • Entdecken und Verstehen der Problemsituation
  • Bilden eines mentalen Modells der Problemsituation
  • Zieldefinition und Zielerreichungsstrategie erstellen und ausführen
  • Ergebnisse bewerten und kritisch evaluieren