Naturwissenschaftliche Kompetenz

Nach PISA 2006 waren die Naturwissenschaften in PISA 2015 zum zweiten Mal Hauptdomäne.

Naturwissenschaftliche Grundbildung wird in der PISA-Studie als Fähigkeit definiert, die charakteristischen Eigenschaften sowie die Bedeutung der Naturwissenschaften in unserer heutigen Welt zu verstehen, naturwissenschaftliches Wissen anzuwenden, um Fragestellungen zu erkennen, naturwissenschaftliche Phänomene zu beschreiben und aus Belegen Schlussfolgerungen zu ziehen sowie die Bereitschaft, sich reflektierend mit naturwissenschaftlichen Ideen und Themen auseinanderzusetzen. Dabei geht es zum einen darum, dass Schülerinnen und Schüler die Bedeutung von Naturwissenschaften und Technik für ihr alltägliches Leben verstehen. Sie sollen in der Lage sein, naturwissenschaftliche Daten und Informationen mithilfe wissenschaftlicher Herangehensweisen bewerten zu können, um daraufhin evidenzbasierte Entscheidungen zu treffen.

Die PISA-Aufgaben zu den Naturwissenschaften erfassen wichtige Konzepte aus der Physik, der Chemie, der Biologie sowie den Geowissenschaften. Dabei untersucht die PISA-Studie, in welchem Maße Jugendliche am Ende ihrer Pflichtschulzeit über eine naturwissenschaftliche Grundbildung verfügen.

Bereiche naturwissenschaftlichen Wissens:

  • physikalische Systeme
  • lebende Systeme
  • Erd- und Weltraumsysteme

Bereich des (Meta-)Wissens über die Naturwissenschaften:

  • naturwissenschaftliches Forschen
  • naturwissenschaftliche Erklärungen

Die Rahmenkonzeption unterscheidet fünf Kontexte, die jeweils einen persönlichen, sozialen oder globalen Bezug haben können:

  • Gesundheit
  • natürliche Ressourcen
  • Umwelt
  • Gefahren
  • Grenzen von Naturwissenschaft und Technik

Prozesse:

  • Phänomene naturwissenschaftlich erklären
  • naturwissenschaftliche Forschung bewerten und Untersuchungen planen
  • Daten und Evidenz naturwissenschaftlich interpretieren