Komplexe Problemlösekompetenz (2012)

Die PISA-Studie hat 2012 neben den Schulleistungen in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften, zusätzlich die Kompetenzen 15-Jähriger im Bereich des komplexen Problemlösens überprüft.

Die komplexe Problemlösekompetenz ist definiert als die Fähigkeit, Prozesse kognitiv zu verarbeiten, um Problemsituationen zu verstehen und zu lösen, in denen die Lösungsmethode nicht unmittelbar auf der Hand liegt. Sie umfasst die Bereitschaft, sich mit derartigen Situationen auseinanderzusetzen, um das eigene Potenzial als konstruktive und reflektierende Bürgerinnen und Bürger voll auszuschöpfen. In der Erhebung werden Problemsituationen aus dem realen Leben simuliert, also beispielsweise der Umgang mit einem nicht vertrauten Fahrkartenautomaten oder einem nicht richtig funktionierenden elektronischen Gerät, um die allgemeinen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler zu schlussfolgerndem Denken, zur Regulation von Problemlösungsverfahren sowie ihre Bereitschaft dazu zu ermitteln.