Kreatives Denken

In der PISA Erhebung 2022 wird als innovative Domäne erstmals das kreative Denken bei 15-jährigen Schülerinnen und Schülern am Ende ihrer Pflichtschulzeit betrachtet.

Kreatives Denken wird dabei als die Kompetenz definiert, vielfältige, kreative Ideen zu produzieren, zu evaluieren und zu verbessern. Ideen können effektive Lösungen realer Probleme, Fortschritte im Wissen und wirkungsvolle Ausdrucksformen der Vorstellungskraft sein. In jedem Fall müssen diese aber neuartig und zweckmäßig sein. In der Erhebung werden Aufgaben eingesetzt, die die Bedeutung angeborener Talente für die Leistung minimieren und die formbare Fähigkeit des Einzelnen, kreativ zu denken, stärker in den Mittelpunkt stellen. Diese Art des kreativen Denkens kann nicht nur auf Lernkontexte, die hautsächlich den Ausdruck der eigenen inneren Welt erfordern (z. B. kreatives Schreiben), angewandt werden, sondern auch auf andere Bereiche, in denen die Generierung von Ideen zur Erforschung von Themen, Problemen oder gesellschaftsweiten Anliegen notwendig ist. Die Aufgaben werden sich auf die Bereiche des kreativen Ausdrucks – verbal oder graphisch – und Problemlösen – wissenschaftlich oder sozial – aufteilen.